10. Mai 2026
Der Start in Südafrika
Die Reise begann in Mailand am Flughafen. Schon im Flugzeug war ich ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass ein großes Abenteuer vor mir liegt. Den Großteil des Flugs habe ich allerdings geschlafen, deshalb verging die Reise schneller als gedacht.
In Johannesburg angekommen wartete Antonio bereits in der Flughafenhalle auf mich. Er hatte meinen Land Rover die letzten sechs Monate bei sich in der Garage stehen. Nachdem ich mir eine SIM-Karte organisiert und etwas Bargeld abgehoben hatte, fuhren wir etwa eine Stunde aus Johannesburg heraus zu meinem Auto.
Dort zeigte mir Antonio noch einige Dinge am Fahrzeug. Unter anderem erklärte er mir, wie ich den Kofferraum am besten öffne, weil dieser ziemlich klemmt. Danach ging es für mich los – nur das Ziel war noch unklar.
Da die Sonne hier schon gegen 17:30 Uhr untergeht und es ab 18 Uhr dunkel ist, wollte ich die ersten Nächte lieber auf einem Campingplatz verbringen. Viele Campingplätze rund um Johannesburg waren wegen Überschwemmungen geschlossen. Schließlich fand ich doch noch einen freien Platz, allerdings etwa zwei Stunden entfernt. Das bedeutete, dass ich noch im Dunkeln fahren musste.
Die erste Herausforderung war direkt der Linksverkehr auf einem sechsspurigen Highway mit viel Verkehr. An einer Mautstation merkte ich dann zum ersten Mal, welche Nachteile ein europäisches Auto in Südafrika haben kann. Die Automaten befinden sich wegen des Linksverkehrs auf der rechten Seite, mein Fahrersitz aber links. Um die Maut zu bezahlen, musste ich also aussteigen. Bis ich wieder im Auto saß, war die Schranke allerdings schon wieder unten. Erst beim dritten Versuch hat es funktioniert.
Später kam ich dann auf dem Campingplatz an.
Am nächsten Tag räumte ich zuerst das komplette Auto aus, weil sich noch viele Sachen der Vorbesitzerin darin befanden. Danach richtete ich alles mit meinen eigenen Sachen ein und kaufte die ersten Lebensmittel ein.
Heute Morgen ging es dann bereits um 5 Uhr in den Nationalpark. Schon am zweiten Tag meiner Reise konnte ich dort Nashörner, Giraffen, Zebras und Gnus sehen.


